Über Big Little Insects
Mein Name ist Paul Kämpf und ich fotografiere Insekten in extremer Nahaufnahme, um Details sichtbar zu machen, die man mit bloßem Auge kaum erkennt. Mich interessieren Strukturen, Oberflächen, Farben und Formen – also genau das, was diese Tiere so außergewöhnlich macht.
Meine Arbeit bewegt sich zwischen Naturdokumentation und Bildgestaltung. Die Tiere werden nicht nur gezeigt, sondern so dargestellt, dass ihre Körper wie Landschaften, Muster oder fast abstrakte Formen wirken. Ziel ist es, einen neuen Blick auf eine oft übersehene Welt zu ermöglichen.
Insekten sind keine Randfiguren der Natur – sie sind perfekt angepasste, faszinierende Lebewesen mit einer enormen gestalterischen Vielfalt. Diese Schönheit im Detail sichtbar zu machen, ist der Kern meiner Fotografie.


Technik & Arbeitsweise
Die meisten meiner Bilder entstehen mit einer Technik namens Focus Stacking. In diesem extremen Nahbereich ist die Tiefenschärfe selbst bei geschlossener Blende nur wenige Zehntelmillimeter groß. Würde man nur ein einzelnes Foto aufnehmen, wäre immer nur ein winziger Teil des Insekts scharf – der Rest verschwimmt.
Deshalb wird das Motiv nicht in einem Bild fotografiert, sondern in vielen einzelnen Aufnahmen. Die Kamera bewegt sich dabei in minimalen Schritten durch das Motiv – oft entstehen Dutzende bis Hunderte Einzelbilder, bei größeren Motiven sogar noch mehr. Jede Aufnahme zeigt eine andere Schärfeebene.
Spezielle Software setzt diese Bilder anschließend zu einem einzigen Foto zusammen. So entsteht ein Bild, das von vorne bis hinten scharf ist und Details sichtbar macht, die sonst verborgen bleiben.
Die Herausforderungen
Diese Technik ist aufwendig und sensibel:
Extrem geringe Tiefenschärfe erfordert präzise Bewegungen im Mikrometerbereich.
Schon kleinste Vibrationen oder Bewegungen des Motivs führen zu Fehlern.
Die Belichtung muss über alle Aufnahmen exakt gleich bleiben, damit später keine Helligkeitssprünge entstehen.
Reflexionen auf glänzenden Oberflächen (z.B. Käferpanzer) sind schwer zu kontrollieren und erfordern diffuses, weiches Licht.
Ergebnis
Das fertige Bild ist also kein einzelner Moment, sondern eine Konstruktion aus vielen Aufnahmen. Dadurch entsteht eine außergewöhnliche Detailtiefe und eine Auflösung, die weit über ein normales Einzelbild hinausgeht. Strukturen, Haare, Facettenaugen oder Oberflächen wirken dadurch fast landschaftlich.
Die Technik dient dabei einem Ziel:
eine Welt sichtbar zu machen, die sonst verborgen bleibt.








Veröffentlichungen
Ein Teil meiner Arbeiten wurde in verschiedenen Medien veröffentlicht. Dazu gehören unter anderem:
Stern (hier klicken)
National Geographic Kids
Foto-Hits (hier klicken)
Geo (Corporate Publishing Magazin für toom Baumarkt)
sowie weitere natur- und fotobezogene Publikationen
Die Veröffentlichungen sind für mich vor allem eine schöne Bestätigung, dass die detailreiche Darstellung von Insekten auch über die reine Fotografie hinaus Interesse findet – sowohl im naturkundlichen als auch im gestalterischen Kontext.
Bei Interesse an einer Zusammenarbeit oder Veröffentlichung freue ich mich über eine Kontaktaufnahme.
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